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Enrichment-Programm

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Enrichment-Programm Schleswig-Holstein

Schulische Begabtenförderung steht auf mehreren Säulen. Die zentrale Säule ist die individuelle Förderung innerhalb des Schulunterrichtes selbst. Ob durch binnendifferenzierende Methoden, durch besondere Unterrichtsstrukturen oder Lernpläne, alle unterrichtlichen Maßnahmen, welche die individuelle Entwicklung des Einzelnen an jedem Schultag voranbringen, haben stets Vorrang.

Informationen zu Maßnahmen des Landes Schleswig-Holstein in diesem Bereich finden Sie im → Bildungsportal Schleswig-Holstein Stichwort: Begabtenförderung.

Zur Idee des Enrichment-Programms

Neben der individuellen Förderung im Unterricht ist es aber auch wichtig, durch außerunterrichtliche Angebote die Lernwelt der herausragend begabten Schülerinnen und Schüler zu entwickeln. Mit dem Enrichment-Programm bietet Schleswig-Holstein ein Konzept eines zusätzlichen Kursangebotes außerhalb der Unterrichtszeit für Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen - und teils auch der Kinder in den Kindertagesstätten.

Diese Angebote richten sich an solche Kinder und Jugendliche, die sich als äußerst begabt sowie allgemein interessiert und engagiert erwiesen haben. In den außerhalb der Unterrichtszeit stattfindenden Kursen und Arbeitsgruppen werden besondere Lernangebote gemacht, die sowohl in ihrer Thematik als auch in ihrer Intensität und Arbeitsweise jenseits des üblichen Unterrichtsangebotes liegen. Es nehmen nur Schülerinnen und Schüler teil, die von den Schulen oder den schulpsychologischen Diensten benannt und für geeignet gehalten werden.

Die Schülerinnen und Schüler haben in den Enrichmentkursen die Möglichkeit, in kleinen Gruppen auf einem Niveau zu arbeiten und zu lernen, das ihrem besonderen Potenzial gerecht wird. Es kommen hier nur Kinder und Jugendliche zusammen, die gleiche oder zumindest sehr ähnliche Interessen sowie Denk- und Arbeitsweisen haben, so dass oft auch neue Freundschaften entstehen.

Etwas zur Entstehung des Enrichment-Programms

Das Enrichment-Programm Schleswig-Holstein geht auf eine Initiative der schulspsychologischen Beratungsstelle Pinneberg und einiger Schulen im Kreis Pinneberg zurück. Dort wurde im Jahr 2000 gemeinsam mit dem Bildungsministerium, das Lehrerstunden stellte, und der Stiftung der Sparkasse Südholstein, die das Projekt logistisch unterstützt und finanziert, das sog. Pinneberger Modell zur Begabtenförderung ins Leben gerufen. Auch die Schulträger unterstützten das Projekt, das sich recht schnell entwickelte und auch bald Grundschulen und Kindertagesstätten einbezog. Dieses Konzept überzeugte und fand an anderen Schulstandorten Nachahmer, die kleinere und größere Projekte z.B. in Kiel und Rendsburg entwickelten und die stets mit einzelnen Lehrerstunden durch das Bildungsministerium gefördert wurden. Aus all diesen Initiativen ergab sich die Notwendigkeit - und das gute Grundkonzept spricht hier auch für sich - dieses Modell systematisch auf das ganze Land auszuweiten und möglichst vielen Schulen und v.a. Schülern als Möglichkeit anzubieten.

Zum Konzept des Enrichment-Programms

Das Bildungsministerium hat, auf den Erfahrungen der Modellprojekte in Pinneberg und Kiel aufbauend, ein Grundkonzept entwickelt, demzufolge sich Schulen in Städten und Kreisen zu Kooperationsverbünden zusammenschließen und innerhalb ihres Verbundes den besonders begabten Schülerinnen und Schülern Enrichment-Kurse anbieten. Zentrales Element ist das Onlinemeldeverfahren sowie die Möglichkeit, dass die Schulen sowohl für die Koordination des Projektes vor im Verbund als auch für einzelne Kursangebote durch Lehrkräfte Ausgleichsstunden bekommen können.

Weitere Informationen...

Weitere Einzelheiten des Konzeptes und des Anmeldeverfahrens finden Sie unter → Informationen.
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